Flugzeuge

Eine Grafik beschreibt THG-Emissionen verschiedene Transportarten. Höchstens ist ein Kurzstreckenflugzeug (254g CO2e pro Person pro Km). Niedrigsten ist der Fernzug mit 6g

Das Problem

Grundsätzlich sind die Umweltprobleme durch Flugzeuge relativ gut bekannt. Die meisten Menschen wissen, dass das Fliegen überproportional viel CO₂ ausstößt. Menschen, die im Bereich einer Flugroute wohnen, leiden außerdem deutlich unter der Lärmbelästigung. Wie groß das Problem tatsächlich ist, wissen jedoch nicht alle. Die Grafik links zeigt die Treibhausgasemissionen pro Person und pro Kilometer verschiedener Transportarten und zeigt klar die starken Unterschiede – besonders zwischen Fliegen und Zugfahren.

 

Laut Forschung, sowie dem CO₂‑Rechner des Umweltbundesamtes auf flyingless.de, verursacht ein transkontinentaler oder innereuropäischer Flug so viele Treibhausgasemissionen wie der durchschnittliche jährliche Strom- und Wärmeverbrauch einer einzelnen Person.

 

Quellen: Pilots for Future und flyingless.de (Deutsch) sowie BBC (Englisch)

Ein ICE-Zug fährt vorbei. Beigetragen von Klaus Hofacker

Die Alternativen

Digitale Kommunikationstechnologie ist oft kein vollständiger Ersatz für menschlichen Kontakt im echten Leben. Dennoch ist sie eine einfache Alternative zum Fliegen. Wenn wir ehrlich mit uns selbst sind: Wie oft hätte ein Telefonat, eine Videokonferenz, oder ein gestreamtes Webinar völlig ausgereicht?

 

Die Transportalternativen sind bekannt und – wie die Grafik oben links zeigt – ist sogar das alleinige Fahren eines Dieselautos besser, als das Flugzeug zu nehmen. Noch besser sind selbstverständlich Reisebus, Fähre oder Bahn. Nachtzüge sind ebenfalls eine tolle Möglichkeit, lange Strecken entspannt zurückzulegen.

 

Wenn ein Flug unvermeidbar ist, gibt es trotzdem Optionen. Weniger Personen könnten zum Termin fliegen, oder vor Ort könnten Treffen seltener stattfinden (z. B. alle zwei Jahre statt jährlich). Da ein großer Anteil der Emissionen eines Flugzeugs beim Start und bei der Landung freigesetzt wird, ist es außerdem immer besser, direkt und ohne Zwischenstopps zu fliegen.

Blick aus dem Flugzeugfenster. Beigetragen von Peter Bernecker

Die Entscheidung

Die Entscheidung, garnicht oder nur wenig zu fliegen hat viele positive Auswirkungen für unseren Planeten. Mit einem Flugzeug zu fliegen schadet unserer Umwelt wohl mehr, als jede andere Einzelaktion, die man als Mensch tun kann. Für internationale berufliche Partnerschaften, oder im Zusammenhang mit der Familie, ist eine Flugreise vielleicht manchmal unvermeidbar.
Jeder Flug sollte aber immer wieder eine einzelne Entscheidung in dem Bewusstsein sein, wie schädlich das Fliegen für die Welt ist.

Wir im Klimaschutzteam beraten die Mitarbeitenden und Ehrenamtlichen der Lippischen Landeskirche gern zu diesem Thema. 

Mehr zur Forschung können Sie bei flyingless.de erfahren.