Energie sparen
Beratung zum Energiesparen
Auf dem Weg zu einem klimaneutralen Gebäude stehen schnell die großen und kostenintensiven Baumaßnahmen im Vordergrund. Neue Fenster, Dämmung der Außenwände und des Daches etc. sind Maßnahmen, die ein hohes Einsparpotential haben, aber wegen des hohen Aufwands als mittel- und langfristige Maßnahmen zu betrachten sind. Kurzfristig mögliche Maßnahmen geraten dabei schnell aus dem Blick. Der erste Schritt ist deshalb immer: Energie sparen!
Kirchengemeinden können ihren Energieverbrauch oft bereits durch organisatorische und verhaltensbezogene Maßnahmen senken, ohne bauliche Veränderungen vorzunehmen. In den kircheneigenen Immobilien entstehen oft hohe Heiz- und Stromkosten, die sich durch bewussten Umgang mit Energie reduzieren lassen. Wir beraten zu allen Möglichkeiten des Energiesparens in den Gebäuden ihrer Kirchengemeinde!
Energieanalysen
Ist Ihr Gebäude ein „Top Performer“ oder liegt es im Rückstand?
Eine Energieanalyse mit dem Klimaschutzteam liefert Ihnen Informationen über den historischen Energieverbrauch Ihrer Gebäude. So erhalten Sie ein genaueres Bild über deren energetischen Zustand.
Kirchliche Gebäude sind oft sehr speziell und lassen sich daher nur schwer mit anderen Gebäuden vergleichen. Wir können Ihre Gebäude jedoch mit anderen kirchlichen Gebäuden vergleichen, um realistische Erwartungen zu entwickeln und mögliche Sanierungsmaßnahmen aufzuzeigen.
Gern beraten wir Sie zu Fragen des Energieverbrauches und der Emissionen für Strom und Wärme.
Heizung
Durch eine bessere Abstimmung der Heizzeiten auf die Gebäudenutzung können erhebliche Einsparungen erzielt werden. Bereits eine Absenkung der Raumtemperatur um ein Grad Celsius reduziert den Energieverbrauch spürbar. Nicht genutzte Räume sollten bestenfalls nur eine Grundtemperierung erhalten, oder sogar unbeheizt bleiben.
Wenn ein W-Lan Netzwerk vorhanden ist, können an Heizkörpern „smarte Thermostatventile“ eingesetzt werden, die automatisch, bzw. per Mobiltelefon steuerbar sind. Ein sog. „hydraulischer Abgleich“, bei dem von einem Fachbetrieb die Druckverhältnisse in ihrem Heizungssystem optimiert werden, kann zu einem effizienteren Heizbetrieb führen.
Eine spezielle Herausforderung stellt die Beheizung von Kirchen dar. Alte Kirchenheizungen sind oft nur mit erheblichem Kostenaufwand erneuerbar. Eine mögliche Alternative können sogenannte „körpernahe Heizsysteme“ sein. Infrarotpanele, Heizkissen oder Kirchenbankheizungen sind in unterschiedlichsten Ausführungen erhältlich.
Strom
Auch beim Stromverbrauch bestehen Einsparmöglichkeiten. Beleuchtung sollte nur dort eingeschaltet werden, wo sie tatsächlich benötigt wird. Grundsätzlich sollte die gesamte Beleuchtung auf LED-Systeme umgestellt werden, die deutlich weniger Energie verbrauchen, als herkömmliche Beleuchtungssysteme.
Das konsequente Ausschalten von Licht, Beamern, Lautsprechern und Bürogeräten nach Veranstaltungen hilft, unnötigen Verbrauch zu vermeiden. Steckdosenleisten mit Schaltern können Stand-by-Verluste reduzieren. In vielen Fällen sind Präsenz- oder Bewegungsmelder hilfreich, die das Licht nach Verlassen eines Raumes selbsttätig ausschalten.
Unterschätzt wird häufig der Stromverbrauch veralteter Heizungspumpen. Ein Austausch alter Heizungspumpen gegen elektronisch gesteuerte Effizienzpumpen rechnet sich meistens schon nach 1-2 Jahren.
Wird zusätzlich zu den Sparmaßnahmen ihr Strom-Liefervertrag auf zertifizierten Ökostrom umgestellt, sind sie in punkto Energieeffizienz schon auf einem guten Weg!
Allgemeine Infos
Bei den geschilderten Möglichkeiten wird deutlich, dass der Faktor Mensch eine entscheidende Rolle spielt. Eine Reduzierung des Energieverbrauchs ist nur möglich, wenn sich engagierte Menschen in den Gemeinden darum kümmern. Allerdings gibt es technische Möglichkeiten, mit denen sich das Energiesparen bis zu einem gewissen Grad automatisieren lässt.
Durch Informationen, Aushänge oder gemeinsame Energiesparaktionen kann das Bewusstsein für einen sparsamen Umgang mit Energie gestärkt werden. Verantwortlichkeiten, etwa für das Ausschalten von Geräten oder das Kontrollieren der Heizungen, sollten klar geregelt sein.
Ein weiterer Ansatz ist die bessere Nutzung vorhandener Räume. Veranstaltungen können gebündelt oder in kleineren, leichter beheizbaren Räumen stattfinden.
Übrigens: Energiesparmaßnahmen, die Kosten verursachen, werden ggf. durch den Klimaschutzfond der Lippischen Landeskirche finanziell gefördert.
Sprechen sie uns an, wir beraten und unterstützen sie bei ihren Energiespar-maßnahmen!
Externer Hinweis
Für allgemeiner Einergiesparhinweis, können Sie die folgenen Links klicken: